Fragen und Antworten zur Samenspende
Hier finden Sie Antworten auf die Fragen, die uns am häufigsten gestellt werden.
Ihre Frage ist nicht dabei? Schreiben Sie uns gern.
Allgemein
Alles beginnt mit dem Erstgespräch. Danach suchen wir einen Spender für Sie aus, Sie schließen mit uns den Vertrag, und wir schicken die Probe an die Praxis oder das Kinderwunschzentrum, das Sie behandelt. Auch eine Behandlung in der Praxis Dr. Lorch und Kollegen, im selben Haus wie wir, ist möglich. Die Insemination selbst macht immer die behandelnde Ärztin oder der Arzt, nicht wir. Ablauf · Erstgespräch
Für das Erstgespräch nicht, das ist online möglich, auch die Verträge. Nach München kommen Sie nur, wenn Sie sich in der Praxis Dr. Lorch und Kollegen behandeln lassen möchten. Sonst versenden wir die Proben deutschlandweit an Ihr Kinderwunschzentrum. Der Versand dauert etwa zwei Wochen. Im Kinderwunschzentrum Ihrer Wahl
Das kann ein paar Wochen dauern, meist geht es schneller. Melden Sie sich einfach, dann finden wir einen Termin. Termin vereinbaren
Ja. Unverheiratete Paare begleiten wir genauso wie verheiratete. Der Partner unterschreibt den Behandlungsvertrag mit und übernimmt damit die Unterhaltspflicht für das Kind. Außerdem erklären Sie darin, dass er beabsichtigt, die Vaterschaft schon vor der Geburt anzuerkennen. Dann steht er gleich in der Geburtsurkunde. Rechtliche Situation
Ja, und Sie müssen dafür nicht verheiratet sein. Frauenpaare begleiten wir seit über 20 Jahren, damals waren wir damit ziemlich allein. Die ersten Kinder von Paaren, die zu uns kamen, sind inzwischen erwachsen.
Beide Frauen unterschreiben den Behandlungsvertrag und geben eine Unterhaltserklärung für das Kind ab. Außerdem sprechen sich beide dafür aus, dass die Co-Mutter das Kind nach der Geburt adoptiert. Eine Pflicht ist das nicht, aber die Stiefkindadoption ist bisher der Weg, über den die Co-Mutter rechtlich Mutter wird. Samenspende für Frauenpaare
Ja. Frauen, die als Solomutter ein Kind bekommen möchten, begleiten wir seit über 20 Jahren.
Sie unterschreiben den Behandlungsvertrag und erklären darin, dass Sie für das Kind sorgen können, auch finanziell. Eine zweite Person, die mit unterschreibt, gibt es nicht. Wir empfehlen Ihnen, sich juristisch beraten zu lassen, etwa zu Vollmachten und Vormundschaft, und sich ein Netz aus Menschen aufzubauen, die Sie unterstützen. Samenspende für Single-Frauen
Ihnen gegenüber ja: Sie erfahren nicht, wer der Spender ist, und er erfährt nicht, wer Sie sind. Für Ihr Kind gilt das nicht. Ab dem 16. Lebensjahr hat es die Möglichkeit, über das Samenspenderregister des BfArM zu erfahren, von wem es abstammt. Die Spender wissen das und haben eingewilligt. Spenderanonymität
Nein. Seit dem 1. Juli 2018 ist ausgeschlossen, dass ein durch Samenspende gezeugtes Kind den Spender als Vater feststellen lässt. Damit gibt es weder Unterhalts- noch Erbansprüche gegen ihn. Umgekehrt hat der Spender keine Rechte am Kind.
Bei verheirateten Paaren mit Mann ist es der Ehemann, und zwar automatisch. Bei unverheirateten Paaren wird er es durch die Vaterschaftsanerkennung. Bei Frauenpaaren wird die Co-Mutter es bisher über die Stiefkindadoption. Wer den Behandlungsvertrag unterschrieben hat, steht für das Kind ein, unabhängig davon, ob die Beziehung hält.
Wir sind keine Rechtsberatung. Bei Fragen dazu lassen Sie sich am besten juristisch beraten. Rechtliche Situation
Was alle Eltern tun: die Geburt beim Standesamt melden. Sagen Sie bitte auch uns Bescheid, wenn Ihr Kind geboren ist. Die Geburt meldet Ihr Kinderwunschzentrum an das Samenspenderregister, die Daten des Spenders schicken wir auf dessen Anforderung. Dort bleiben sie 110 Jahre gespeichert. Damit ist das Auskunftsrecht Ihres Kindes gesichert. Aufklärung des Kindes
Bei uns gibt es keinen Katalog. Sie klicken sich nicht durch Profile, bei denen am Ende doch zu wenig dransteht, um eine gute Entscheidung zu treffen. Wir suchen den Spender für Sie aus, und zwar nach dem, was Sie uns sagen.
Im Erstgespräch gehen wir genau das durch. Vielen sind äußere Merkmale wichtig: Haarfarbe, Augenfarbe, Größe, Statur, Gesichtszüge, Kopfform. Anderen liegt mehr am Wesen, ob jemand eher extrovertiert ist oder eher ruhig. Wieder anderen Bildung oder Herkunft. Sagen Sie uns, worauf es Ihnen ankommt, dann berücksichtigen wir alles, was sich bei einem Spender auch wirklich erfassen lässt.
Wir kennen unsere Spender, sie waren über Monate regelmäßig bei uns. Und wir lernen Sie kennen, bevor wir suchen. Aus beidem entsteht unser Vorschlag. Wer die Auswahl lieber in erfahrene Hände gibt, statt sie allein aus einer Liste zu treffen, ist bei uns richtig. Spenderauswahl · Erstgespräch
Die Auswahl treffen wir, nach Ihren Vorstellungen. Wenn Sie dagegen einen bestimmten Menschen aus Ihrem Umfeld als Spender im Sinn haben, geht das über die Exklusivspende. Exklusivspende
Ja, obwohl das nicht vorgeschrieben ist. Wir erstellen von jedem Spender ein Karyogramm, also eine Analyse der Chromosomen, und testen auf die häufigste Mutation für Mukoviszidose.
Jeder Spender wird auf Infektionen untersucht, darunter HIV, Hepatitis und Syphilis. Die Proben bleiben danach sechs Monate in Quarantäne. Erst wenn die abschließende Blutuntersuchung unauffällig ist, werden sie freigegeben.
Als Orientierung gelten uns 15 Familien pro Spender. Wie viele Kinder in einer Familie entstehen, ist davon unabhängig: Wenn Sie sich ein Geschwisterkind vom selben Spender wünschen, lagern wir Proben für Sie ein. Geschwisterkinder
Die Kosten setzen sich aus drei Teilen zusammen: einer einmaligen Verwaltungs- und Bereitstellungsgebühr, die bis zur Geburt Ihres Kindes gilt, den Portionen Spendersamen pro Versuch und, wenn wir versenden, den Transportkosten. Alle Beträge im Einzelnen finden Sie auf der Kosten-Seite, inklusive Mehrwertsteuer. Die ärztlichen Leistungen rechnet die behandelnde Praxis separat ab. Kosten
Nein. Eine Behandlung mit Spendersamen zahlen Sie in Deutschland selbst, auch als Privatversicherte. Unter Umständen lassen sich die Kosten steuerlich geltend machen, das klären Sie am besten mit Ihrer Steuerberatung. Zahlt die Krankenkasse?
Dann lohnt ein Gespräch darüber, was noch möglich ist. Mit Spendersamen sind auch eine IVF oder ICSI möglich, dafür schicken wir die Proben an Ihr Kinderwunschzentrum. Und wenn Sie über ein Ende nachdenken, ist auch das eine Entscheidung, die Begleitung verdient. Trotz Behandlung kinderlos · Psychologische Hilfe