Unser Selbstverständnis
Was ist eigentlich der Sinn einer Samenbank? Wofür das alles? Eigentlich muss man nur einen Blick auf all die Babyfotos werfen, die wir immer wieder als Dankeschön von glücklichen Eltern bekommen. Denn am Ende geht es um neues Leben und um die Erfüllung eines Herzenswunsches.
Zu uns kommen Menschen in ganz besonderen, oft auch schwierigen Lebenssituationen. Der Zwanzigjährige, der gerade eine Krebsdiagnose bekommen hat und vor der ersten Chemo noch schnell Sperma einfrieren will oder soll. Die trans Frau kurz vor der Hormonbehandlung. Der Mann, der vielleicht schon Familie hat, eine Vasektomie plant und sich trotzdem ein Türchen offenhalten will. Das Paar, das schon so viel versucht hat und nun entscheiden muss: kinderlos bleiben, adoptieren oder doch eine Samenspende? Die Frau, die ihr Kind allein bekommen möchte. Das Frauenpaar, das eine Familie gründet.
Und da sind die Männer, die sehr unter ihrer Unfruchtbarkeit leiden und sich fragen, ob sie ein Kind, das nicht ihre Gene hat, genauso lieb haben können wie ein leibliches. Die Paare, die es aushalten müssen, dass andere Menschen einen Spender für sie aussuchen. Und die Spender selbst, die Gutes tun wollen und sich ihrer Verantwortung bewusst sind.
Es geht also um sehr viel: um Hoffnungen und Ängste, um große Gefühle und um vieles, das sich nicht kontrollieren lässt. Das prägt, wie wir arbeiten.
Wie wir arbeiten und wofür wir stehen
Wir wählen aus, nach Ihren Vorstellungen
Eine Samenbank entscheidet, wen sie als Spender aufnimmt. Welcher Spender zu Ihnen passt, richtet sich dann nach dem, was Ihnen wichtig ist. Sie sagen uns, wo Ihre Schwerpunkte liegen, und daran orientieren wir uns bei der Auswahl. Das ist eine große Verantwortung, gegenüber dem Spender, den Eltern und vor allem dem Kind. Deshalb prüfen wir sehr sorgfältig und sagen offen, wonach wir gehen.
Wir arbeiten transparent
Sie erfahren von uns, wie wir Spender auswählen, was rechtlich gilt, welche Rechte Ihr Kind hat und welche der Spender. Dafür stehen wir im Austausch mit Juristen und bilden uns laufend fort.
Wir denken langfristig
Ab dem 16. Lebensjahr hat ein Kind die Möglichkeit zu erfahren, von wem es abstammt. Für Behandlungen ab dem 1. Juli 2018 werden die Daten im Samenspenderregister gespeichert, und zwar 110 Jahre lang. Für frühere Behandlungen liegen die Daten bei uns und können bei uns erfragt werden. Auch wer bei uns eigenes Sperma lagert, muss sich darauf verlassen können, dass es uns in vielen Jahren noch gibt.
Wir machen mehr als vorgeschrieben
Bei unseren Spendern erstellen wir ein Karyogramm und testen auf die häufigste Mutation für Mukoviszidose. Vorgeschrieben ist das nicht. Von den Proben unserer Spender bestimmen wir außerdem die Auftauwerte, damit wir wissen, wie gut eine Probe nach dem Auftauen ist.
Wir sind ein Team mit verschiedenen Blickwinkeln
Medizin, Pharmazie und Psychologie. Gerade bei der Samenspende braucht es beides: exakte Abläufe und einen Blick für den Menschen, der vor uns sitzt. Und uns alle verbindet ein Ziel: Menschen mit viel Herzblut und Sorgfalt auf dem Weg zu ihrem Wunschkind zu begleiten.
Lernen Sie uns kennen und machen Sie sich Ihren eigenen Eindruck. Sie sind herzlich willkommen!
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