Gründe für eine Kryokonservierung
Wann es sinnvoll ist, Sperma einfrieren zu lassen
Manche Männer kommen direkt nach einer Diagnose zu uns, mit dem Kopf noch ganz woanders. Andere haben lange und in Ruhe überlegt, ob sie vorsorgen möchten. Diese Gründe begegnen uns am häufigsten.
Vor einer Krebstherapie
Eine Krebsdiagnose stellt von einem Tag auf den anderen alles auf den Kopf. An Kinder denkt in diesem Moment kaum jemand, und trotzdem ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt dafür. Chemotherapie, Bestrahlung und manche Operationen können die Spermienbildung dauerhaft schädigen, oft beeinträchtigt schon die Erkrankung selbst die Spermienqualität. Deshalb sollte das Einfrieren vor Therapiebeginn passieren, so früh wie möglich. Wenn Ihre Ärztin oder Ihr Arzt das Thema nicht von selbst anspricht, fragen Sie ruhig nach, und rufen Sie uns am besten direkt an.
Vor einer Vasektomie
Eine Vasektomie ist als endgültige Entscheidung gedacht, und meistens ist sie gut überlegt. Aber Lebenspläne ändern sich: eine neue Partnerschaft, doch noch der Wunsch nach einem Kind. Wer vorher Sperma einfriert, hält sich ein Türchen offen.
Vor einer geschlechtsangleichenden Behandlung
Viele trans Frauen lassen Sperma einfrieren, bevor sie mit der Hormonbehandlung beginnen. Das nimmt einer ohnehin großen Entscheidung etwas Druck: Der Wunsch nach einem leiblichen Kind muss dann nicht gegen den eigenen Weg abgewogen werden.
Wenn die Spermienqualität nachlässt
Die durchschnittliche Spermienkonzentration ist in westlichen Ländern seit den 1970er Jahren deutlich gesunken. Woran das liegt, ist nicht abschließend geklärt. Diskutiert werden Umwelteinflüsse, Lebensstil und Übergewicht. Und eine nachlassende Fruchtbarkeit tut nicht weh. Die meisten Männer merken sie erst, wenn sie sich ein Kind wünschen. Ein Spermiogramm schafft Klarheit, mehr dazu unter Frühzeitige Abklärung.
Nützliches
Hier können Sie