Alternative Wege zum Wunschkind
Adoption, Pflegekind oder ein Leben ohne eigenes Kind
Eine Adoption ist ein eigener Weg in eine Familie, mit eigenen Fragen. Sie ersetzt keine Schwangerschaft, und das muss sie auch nicht. Wichtig ist, sich klarzumachen, dass hier das Kind im Mittelpunkt steht, das Eltern braucht.
Adoption
In Deutschland können Ehepaare gemeinsam und Einzelpersonen allein ein Kind adoptieren. Wer adoptiert, muss mindestens 25 Jahre alt sein. Bei Ehepaaren reicht es, wenn eine Person 25 und die andere 21 ist. Eine gesetzliche Höchstgrenze gibt es nicht. Die Vermittlungsstellen achten aber darauf, dass der Altersabstand zum Kind dem zwischen Eltern und Kind entspricht.
Der erste Schritt ist ein Gespräch bei der Adoptionsvermittlung Ihres Jugendamts oder eines freien Trägers. Danach folgt ein Eignungsverfahren mit Gesprächen, einem Hausbesuch und oft einem Vorbereitungsseminar. Das dauert Monate, und danach beginnt meist das Warten, denn es bewerben sich deutlich mehr Menschen, als Kinder vermittelt werden. Viele Kinder, die eine Familie suchen, sind schon älter oder brauchen besondere Unterstützung. Auch eine Auslandsadoption ist möglich, aber nur über eine anerkannte Vermittlungsstelle.
Übrigens: Dass nach einer Adoption häufiger eine Schwangerschaft eintritt, ist ein Mythos.
Pflegekind
Ein Pflegekind aufzunehmen ist etwas anderes als eine Adoption. Pflegekinder haben leibliche Eltern, mit denen sie oft in Kontakt bleiben, und manche kehren zu ihnen zurück. Wer sich vor allem ein eigenes Kind wünscht, sollte das ehrlich mit sich klären. Wer ein Kind auf Zeit oder auf Dauer begleiten möchte, übernimmt eine Aufgabe, die viel zurückgibt.
Auch auf diesem Weg kann sich der Wunsch, eine Familie zu werden, doch noch erfüllen.
Ohne eigenes Kind
Manche entscheiden sich nach der Behandlung bewusst gegen weitere Wege. Auch diese Entscheidung verdient Respekt. Kinder können trotzdem einen Platz im Leben haben: als Patin, Tante, im Beruf oder im Ehrenamt. Das ersetzt nichts, kann aber viel bedeuten.
Sie müssen diese Entscheidung nicht allein treffen. Die Jugendämter beraten kostenlos, und auch wir nehmen uns gern Zeit für ein Beratungsgespräch.
Nützliches
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