Samenspende bei männlicher Unfruchtbarkeit
Wenn die Ärzte Ihnen gesagt haben, dass es auf natürlichem Weg nicht klappen wird, weil die Spermien nicht ausreichen, dann trifft das oft mitten ins Herz – und bei vielen Männern mitten in das eigene Selbstverständnis. Eine männliche Unfruchtbarkeit fühlt sich für viele an, als würde sie etwas darüber aussagen, ob man ein „richtiger" Mann ist. Das tut sie nicht. Und vor allem ist sie kein Ende Ihres Kinderwunsches.
Mit einer Samenspende können Sie Vater werden, Sie können Eltern werden, Sie können gemeinsam eine Familie sein – eine ganz normale Familie. Ja, Sie tragen ein besonderes Thema mit sich. Aber Hand aufs Herz: Jede Familie hat ihre Themen. Ihres heißt Samenspende, und wir helfen Ihnen, gut damit zu leben.
Vater ist, wer sein Kind großzieht
Eine Frage, die sich fast alle Männer stellen, ist: Wie wichtig sind eigentlich die Gene? Für ein Kind ist die Antwort tröstlicher, als man denkt. Ein Kind braucht keinen bestimmten genetischen Bauplan – es braucht Sie. Den Menschen, der es nachts tröstet, der ihm das Radfahren beibringt, der abends an seinem Bett sitzt. Vater ist nicht, wer die Gene beisteuert. Vater ist, wer sein Kind großzieht, wer für es da ist, wer „Papa" gerufen wird. Der Spender ist nicht der Vater Ihres Kindes – das sind und bleiben Sie.
Und es gibt noch etwas, das viele erleichtert: Über Ihre Liebe und Ihre tägliche Fürsorge prägen Sie mit, wie sich Ihr Kind entwickelt – auch das zeigt die neuere Forschung. Sie geben Ihrem Kind also sehr wohl unendlich viel mit. Rechtlich sind Sie als Ehemann von Geburt an der Vater Ihres Kindes; die Einzelheiten und die Verträge, die das absichern, besprechen wir in Ruhe mit Ihnen.
Für Sie ist es eine Gewebespende – kein fremder Mann
Gerade bei Frauen taucht manchmal die leise Sorge auf, ob mit einer Samenspende irgendwie ein anderer Mann ins Spiel kommt. Das tut er nicht. Eine Samenspende ist eine Gewebespende, ähnlich wie eine Organspende – es geht um eine Zelle, die hilft, Leben entstehen zu lassen, nicht um einen Menschen, der in Ihre Familie tritt.
Uns ist dabei noch etwas wichtig. Wir haben erlebt, wie entwürdigend es sich anfühlen kann, wenn ein Mann, der ohnehin mit seiner Unfruchtbarkeit ringt, sich am Bildschirm durch Kataloge fremder Profile klicken soll, um sich einen Spender auszusuchen. Das ist nicht unser Weg. Bei uns suchen wir den passenden Spender für Sie aus. Wenn Sie möchten, bekommen Sie von uns nur die Rückmeldung, dass wir jemand Passenden gefunden haben – ganz ohne Details, damit in Ihrem Kopf gar nicht erst das Bild eines fremden Mannes entsteht. Und natürlich können Sie genauso mehr erfahren, wenn Ihnen das lieber ist. Sie entscheiden, wie viel Sie wissen möchten.
Dem Kind davon erzählen
Früher haben viele Paare die Samenspende für sich behalten. Heute wissen wir – und auch das Auskunftsrecht, das Ihr Kind mit 16 hat, spricht dafür –, dass Offenheit den Familien meist guttut. Sie nimmt den Druck aus einem Geheimnis, das mit den Jahren sonst schwer werden kann. Wie und wann Sie es Ihrem Kind erzählen, dafür gibt es keinen festen Fahrplan, und als Psychologin helfe ich Ihnen gern, die richtigen Worte für Ihre Familie zu finden. Sie müssen das nicht allein durchdenken.
Ihr Weg zu uns
Viele Paare, die zu uns kommen, haben schon einen langen Weg hinter sich – oft mehrere Behandlungen in einem Kinderwunschzentrum. Der Schritt zu uns ist dann meist eine Fortsetzung, kein Anfang von vorn. Ihre Behandlung läuft im Grunde wie bei allen anderen auch: Sie können mit dem Spendersamen der Cryobank-München in Ihrem bisherigen Kinderwunschzentrum weiterbehandelt werden oder bei uns vor Ort in München. Wie die Spenderauswahl abläuft und wie der ganze Weg zum Wunschkind aussieht, lesen Sie unter persönliche Spenderauswahl und Ablauf.
Der wichtigste erste Schritt ist ein persönliches Gespräch. Im Erstgespräch nehmen wir uns Zeit für Ihre Fragen und Ihre Sorgen, teilen unsere langjährige Erfahrung mit Ihnen und Sie lernen uns kennen. Sie werden sehen: Mit diesem Thema sind Sie nicht allein.



