Skip to main navigation Skip to main content Skip to page footer

Die psychologische Seite der Samenspende

Als Diplom-Psychologin und Geschäftsführerin der Cryobank München möchte ich mit Ihnen offen über das sprechen, was bei diesem Thema im Kopf und im Herzen passiert. Das ist mir mindestens so wichtig wie alles Medizinische.

Es darf sich erst einmal fremd anfühlen

Sich für die eigene Familie die Hilfe eines Menschen zu holen, den man nicht kennt, fühlt sich am Anfang oft fremd an. Dieses Gefühl ist völlig verständlich, und Sie dürfen es haben. Meine Erfahrung ist, dass es sich löst, sobald man sich klarmacht, worum es wirklich geht. Mit einer Samenspende tritt keine zweite Person in Ihre Familie. Sie ist eher wie eine Gewebe- oder Organspende, eine Hilfe, die Leben möglich macht. Anders als bei einer Organspende kann Ihr Kind aber ab dem 16. Lebensjahr erfahren, wer der Spender ist. Für Ihr Kind kann er später also ein Mensch mit Namen werden, und auch darüber sprechen wir.

Der Spender darf in den Hintergrund treten

Deshalb muss der Spender gar nicht als ganze Person mit all seinen Eigenheiten vor Ihnen stehen. Wichtig sind am Ende nur ein paar Dinge an ihm, nämlich die, die Ihnen persönlich wichtig sind. Welche das sind, arbeiten wir gemeinsam heraus. Der Rest darf ruhig im Hintergrund bleiben. Wie wir dabei vorgehen, lesen Sie auf unserer Seite zur persönlichen Spenderauswahl.

Die Samenspende ist ein Teil Ihrer Geschichte

Die Samenspende wird ein Kapitel Ihrer Familiengeschichte sein, ehrlich und ohne Geheimnis. Ihre Familie aber, das sind Sie und Ihr Kind. Der Alltag, die durchwachten Nächte, die Geburtstage, das Lachen. Vieles, was am Anfang schwer wiegt, entscheidet sich im Kopf, in der Art, wie wir die Dinge für uns einordnen. Und genau da setze ich als Psychologin an.

Was ein Kind wirklich braucht

Wenn ich Ihnen nur einen Gedanken mitgeben dürfte, dann diesen: Ein Kind braucht keine bestimmten Gene. Es braucht Menschen, die es lieben und großziehen. Eltern wird man beim Trösten, beim Dasein, in der täglichen Fürsorge, und das über viele Jahre. Das gilt für Paare nach einer männlichen Unfruchtbarkeit genauso wie für zwei Frauen, die gemeinsam eine Familie gründen, und für Frauen, die diesen Weg mutig allein gehen.

Sie genügen für Ihr Kind

Ich habe in all den Jahren so viele wunderbare Familiengeschichten begleitet. Und wenn Eltern mir später erzählen, ihr Kind sei „ganz der Papa“ oder „sehe aus wie die Mama“, dann ist die anfängliche Fremdheit längst vergessen. Was ich mir für Sie wünsche, ist vor allem, dass Sie an sich glauben und spüren, dass Sie für Ihr Kind genügen. Das tun Sie nämlich.

Und ich sage Ihnen das nicht nur als Psychologin. Ich weiß aus meinem eigenen Leben, wie lang und wie zehrend der Weg zum eigenen Kind sein kann. Wenn es bei Ihnen schon länger nicht klappt, müssen Sie diesen Weg trotzdem nicht endlos weitergehen. Wenn Sie irgendwann eine Grenze ziehen möchten, begleite ich Sie auch bei dieser Entscheidung.

Über all das dürfen wir in Ruhe sprechen. Im Erstgespräch nehme ich mir Zeit für genau die Fragen, die Ihnen durch den Kopf gehen, ohne Eile und ohne Wertung.

Kontrast IconAAA