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Der „ganz normale“ Wunsch nach einem Kind

Der Wunsch nach einem Kind ist ein zutiefst natürliches Bedürfnis der weitaus meisten Paare.

Die Familie bietet jedem Familienmitglied soziale Geborgenheit und Hilfe in guten und in schweren Stunden - zumal Kinder häufig auch zur Stabilisierung und zum Glück der Partnerschaft beitragen. Dies bedeutet jedoch keineswegs, dass ein Wunschkind eine bereits krieselnde Partnerschaft retten kann, denn dies funktioniert nicht.

Zudem sind Wunschkinder auch eine Investition für die Zukunft; sie sollen der Stolz der Eltern und eine psychische Stütze gegen Vereinsamung im Alter sein, und eines Tages vielleicht mal das übernehmen, was die Eltern geschaffen haben.

Und immer wieder wird auch als idealistische Motivation in dem gemeinsamen Wunschkind ein Teil von Mutter und Vater gesehen, der weiterleben wird, wenn die Eltern einmal nicht mehr da sein werden.

Nicht zu vergessen all die vielfältigen ganz individuellen und persönlichen Gründe, die ein Paar bzw. eine Frau dazu veranlassen, einem Wunschkind zeugen zu wollen.

So verschieden die Motive für ein (gemeinsames) Wunschkind aber auch sein mögen: das Wesentliche an dem Bedürfnis nach einem eigenen Wunschkind ist doch meist der tief empfundene Wunsch, dass zwei Menschen, die sich lieben, mit der Stabilisierung und Dauer Ihrer Partnerschaft ein Kind als Ausdruck und Beweis ihrer Liebe haben wollen, - ein Wunschkind, das sie für immer miteinander verbindet.

Alles in Allem ist die Entstehung des Kinderwunsches in aller Regel das Ergebnis einer Persönlichkeitsentwicklung: schließlich ist der Kinderwunsch meist nicht bereits von Anfang an da, sondern wächst erst im Laufe des Lebens. Er entwickelt sich in der Regel in der Dynamik der Beziehung zwischen zwei Partnern.

Die umgebenden psychosozialen Faktoren modulieren den Kinderwunsch dabei. In Industriegesellschaften steht bei bestimmten Bevölkerungsschichten zunächst die Karriere im Vordergrund, während es in anderen Gesellschaften vollkommen ”normal” ist, wenn bereits 17-jährige Frauen das Bedürfnis haben, schwanger zu werden.

Und so wird bei uns heutzutage dieser Wunsch aus verschiedenen rationalen Gründen - wie beispielsweise dem Abschluss der Ausbildung oder der beruflichen Entwicklung – oft zunächst zurückgestellt, oder Eigenheim, Karriere und ähnliche Interessen haben lange erst einmal den Vorrang.

Und wenn es dann „planmäßig“ doch eigentlich endlich gut passen würde und die Familienplanung „in Angriff genommen“ werden soll, dann lässt das eigene Wunschkind eben doch immer öfter auf sich warten.

Obwohl doch eigentlich jeder glaubt, „so etwas“ trifft nur die anderen.

Doch wie genau ist das mit der Fruchtbarkeit?

^^