Behandlungsmethoden der Künstlichen Befruchtung
Im Rahmen der Behandlungsmethoden der künstlichen Befruchtung werden Samenzelle und Eizelle innerhalb oder außerhalb des weiblichen Körpers zusammengebracht. Künstliche Befruchtung ist ein umgangssprachlicher Ausdruck für Behandlungsmaßnahmen der assistierten Reproduktionsmedizin.
Wie kommt es zum Begriff "künstlich"?
Da die Medizin bei der künstlichen Befruchtung in den Zeugungsakt eingreift und der Vorgang von der natürlichen Sexualität eines Paares entkoppelt ist, wird die Zeugung von vielen Menschen als "künstlich" empfunden. Tatsächlich jedoch werden bei einer Inseminationsbehandlung, die auch zu den Behandlungsmöglichkeiten der künstlichen Befruchtung gezählt wird, lediglich Spermien und Eizelle nahe zusammengebracht und nicht verschmolzen. Diese Art der Befruchtung ist demnach keineswegs künstlich, müssen Sperma und Ei doch auf ganz natürlichem Wege miteinander verschmelzen.
Da die Medizin bei der künstlichen Befruchtung in den Zeugungsakt eingreift und der Vorgang von der natürlichen Sexualität eines Paares entkoppelt ist, wird die Zeugung von vielen Menschen als "künstlich" empfunden. Tatsächlich jedoch werden bei einer Inseminationsbehandlung, die auch zu den Behandlungsmöglichkeiten der künstlichen Befruchtung gezählt wird, lediglich Spermien und Eizelle nahe zusammengebracht und nicht verschmolzen. Diese Art der Befruchtung ist demnach keineswegs künstlich, müssen Sperma und Ei doch auf ganz natürlichem Wege miteinander verschmelzen.
Behandlungsmethoden im Überblick
Hier ein kurzer Abriss der verschiedenen, in Deutschland zur Verfügung stehenden Behandlungsmethoden der künstlichen Befruchtung:
Künstliche Befruchtung durch assisierte Reproduktion
Homologe Insemination (HI)

- bei eingeschränkter Anzahl oder Beweglichkeit der Spermien
- bei wenig Samenflüssigkeit
- bei Störungen der Verträglichkeit von Gebärmutterhalsschleim mit Samenzellen
- bei einigen unklaren Fertilitätsstörungen
Mehr zum Thema „Homologe Insemination“
Donogene Insemination (DI)

Übertragung von Spermien eines Samenspenders / Donors in die Gebärmutter
- bei Zeugungsunfähigkeit des männlichen Partners durch Fehlen der Spermien
- bei Zeugungsunfähigkeit des männlichen Partners durch schlechte Qualität der Spermien
- bei Versagen der Behandlung mit den Spermien des Partners aufgrund einer erheblichen genetischen Belastung, eines hohen Risikos von (wiederholten) Fehlgeburten bzw. Geburten schwerstgeschädigter oder gar lebensunfähiger Kinder („genetische Indikation")
- im Falle schwerster, auch genetischer Beeinträchtigungen der Spermiogenese, z.B. bei Klinefelter Syndrom, Sertoli-Cell-Only-Syndrom, Anorchie, sowie bei nicht behandelbarer Infertilität, wie Azoospermie und schwerer OAT; auch in Fällen erfolgloser oder aus bestimmten Gründen vom Paar abgelehnter ICSI
- bei Zeugungsunfähigkeit des männlichen Partners durch Fehlen der Spermien
- bei Zeugungsunfähigkeit des männlichen Partners durch schlechte Qualität der Spermien
- bei Versagen der Behandlung mit den Spermien des Partners aufgrund einer erheblichen genetischen Belastung, eines hohen Risikos von (wiederholten) Fehlgeburten bzw. Geburten schwerstgeschädigter oder gar lebensunfähiger Kinder („genetische Indikation")
- im Falle schwerster, auch genetischer Beeinträchtigungen der Spermiogenese, z.B. bei Klinefelter Syndrom, Sertoli-Cell-Only-Syndrom, Anorchie, sowie bei nicht behandelbarer Infertilität, wie Azoospermie und schwerer OAT; auch in Fällen erfolgloser oder aus bestimmten Gründen vom Paar abgelehnter ICSI
Künstliche Befruchtung mittels invasiver Verfahren


Während das Verfahren der "Insemination" lediglich eine Optimierung der Positionierung des Spermas zum Ziel hat und somit der Befruchtungsvorgang, sprich das Verschmelzen von Ei- und Samenzelle ganz natürlich ablaufen, werden bei IVF und ICSI auch Eierzellen entnommen, um den Befruchtungsvorgan ausserhalb des Körpers stattfinden zu lassen und zu optimieren, um das befruchtete Ei später wieder einzusetzen.
Diese beiden Verfahren unterscheiden sich in der Art der künstlichen Berfuchtung außerhalb des Körpers.
In-Vitro-Fertilisation (IVF)

- bei Verschluss oder Störungen des Eileiters
- bei reduzierter Spermienqualität
- bei Antikörpern gegen Spermien (Sperma-Immunität)
- bei Antikörpern gegen Spermien (Sperma-Immunität)
Intracytoplasmatische-Spermieninjection (ICSI)

wie IVF: Injektion jeweils einer Samenzelle in eine Eizelle
- bei stärkerer Einschränkung der Spermienanzahl oder -qualität
- bei stärkerer Einschränkung der Spermienanzahl oder -qualität
IVF und ICSI mittels Spendersperma
Donogene In-Vitro-Fertilisation (IVF)

- bei Zeugungsunfähigkeit des Partners und gleichzeitigem Verschluß der Eileiter
- beim Versagen mehrerer Versuche der donogenen Insemination
Donogene Intracytoplasmatische-Spermieninjection (ICSI)

ICSI mit Spermien eines Spenders
- bei Zeugungsunfähigkeit des Partners und gleichzeitigem Verschluß der Eileiter
- beim Versagen mehrerer Versuche der donogenen Insemination
- beim Versagen mehrerer Versuche der donogenen Insemination
Fertilitätsprophylaxe mittels Spermakonservierung
Kryokonservierung von Spermien

Das Einfrieren und Aufbewahren von Spermien
- vor Operationen, Bestrahlung oder Chemotherapie – beispielsweise bei Tumorpatienten -, wenn eine bedeutende Einschränkung oder gar der Verlust der Zeugungsfähigkeit befürchten ist
- bei zunehmender Verschlechterung der Spermaqualität durch (fortschreitende) Krankheit
- zum Fertilitätserhalt bei Vasektomie
- bei gesunden Samenspendern - zur Behandlung ungewollt kinderloser Paare durch donogene Insemination DI
Mehr zum Thema „Cryokonservierung“
- vor Operationen, Bestrahlung oder Chemotherapie – beispielsweise bei Tumorpatienten -, wenn eine bedeutende Einschränkung oder gar der Verlust der Zeugungsfähigkeit befürchten ist
- bei zunehmender Verschlechterung der Spermaqualität durch (fortschreitende) Krankheit
- zum Fertilitätserhalt bei Vasektomie
- bei gesunden Samenspendern - zur Behandlung ungewollt kinderloser Paare durch donogene Insemination DI
Mehr zum Thema „Cryokonservierung“
Möglichkeiten der Spermagewinnung
Testikuläre Spermienextraktion (TESE)
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- Operative Entnahme eines Hodenstückchens, Untersuchung auf Spermien und Herauslösen der Spermien; danach wie ICSI.
- beim Fehlen von Spermien in der Samenflüssigkeit wegen angeborenem Fehlen oder wegen Verschluss der Samenleiter
