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Die Schwangerschaftsraten bei Donogener Insemination

Zu Beginn der Behandlung ist die Erwartungshaltung bei den Paaren, die manchmal schon seit Jahren auf ein Kind hoffen, sehr hoch. Viele erwarten schon im ersten Behandlungszyklus eine Schwangerschaft.

Der schnelle Eintritt einer Schwangerschaft ist aber, wie im normalen Leben und im homologen System auch, vom günstigen Zusammentreffen einer Vielzahl weitgehend un­beeinflussbarer Einzelfaktoren abhängig.
Und so wird nur etwa jede zehnte Frau gleich beim ersten Mal spontan schwanger.

Generell haben jüngere Frauen bessere Chancen als Frauen, die schon älter als 35 Jahre sind.
Dies führt dazu, dass auch nach wiederholten Behandlungen die Bemühungen bei ca. 20 % aller Frauen ohne den ersehnten Erfolg bleiben.

Die Ursache hierfür liegt im Alter der Eizellen, die bei der Frau schon in der Embryonalzeit gebildet werden und so quasi mit ihr altern.

Als Faustregel gilt, dass mit 20 jedes 3. befruchtete Ei, mit 30 jedes 5. befruchtete Ei und mit 40 nur noch jedes 8. befruchtete Ei zu einer Schwangerschaft und somit zu einem geborenen Kind führen ( baby take home rate ).
Die sog. kumulative Schwangerschaftsrate liegt demnach bei über 70 % nach 1 Jahr, wobei 15 % der Frauen nach dem ersten Zyklus, 20 % nach drei Zyklen, 25 % nach sechs Zyklen und weitere 20% nach bis zu zehn und mehr Zyklen schwanger sind.

Es werden geringgradig mehr Söhne als Töchter geboren, als bei natürlicher Befruchtung – was wahrscheinlich mit der Befruchtung in unmittelbarer Nähe des Eisprungs zusammen hängt und mit der anfänglich höheren Vitalität männlicher Spermien ( mit Y-Chromosom ) gegenüber den etwas schwereren weiblichen ( mit X-Chromosom ).

Wie bei jeder normalen Schwangerschaft besteht auch bei der donogenen Insemination die Gefahr einer Fehlgeburt oder einer Fehlbildung; ebenso können - wie bei jeder anderen Schwangerschaft auch - genetisch belastete Kinder vorkommen; obwohl man sagen kann, dass diese aufgrund der sorgfältigen Spenderauswahl jedoch seltener auftreten.

Mehrlingsgeburten allerdings kommen häufiger vor: etwa ein Zwilling auf 30 Schwangerschaften ( statt auf 80 bis 100 Schwangerschaften bei natürlicher Befruchtung ), was u.a. mit der hormonellen Stimulierung der Follikelreifung zusammen hängt.

Eine Schwangerschaft nach donogener Insemination ist jedoch weder für die Mutter, noch für das Kind eine Risikoschwangerschaft.

Nach fünf bis sechs erfolglosen Behandlungszyklen sollte eine Diagnostik des Tubenfaktors bei der Frau durch Chromopertubation erfolgen, um die Chancen für eine erfolg reiche Weiterbehandlung abschätzen zu können.
Dabei werden über eine Bauchspiegelung die Durchgängigkeit der Eileiter geprüft und etwaige Verwachsungen ( z.B. nach Blinddarmentzündungen ) beseitigt. Auch das Vorliegen einer Endometriose kann auf diesem Wege erkannt und mit Lasertherapie möglicherweise gleich behandelt werden.

Wenn danach dann schließlich weitere 5 Inseminationen ohne Befruchtung verlaufen, kann leider kaum noch mit einem Erfolg einer donogenen Insemination gerechnet werden.

In diesem Fall sollte die Behandlung abgebrochen werden und zu anderen Techniken der assistierten Reproduktion übergegangen werden, wie beispielsweise zur Methode der IVF oder ICSI mit Spenderspermien, bei welchen der Tubenfaktor umgangen wird.

Die nach dem Embryonenschutzgestz erforderliche Antragstellung und Genehmigung durch die Ethikkommission der betreffenden Landesärztekammer wird (inzwischen) zunehmend positiver im Sinne der Paare gehandhabt ( s.o.).

Neuere Techniken, wie die Klonierung und Haplodisierung somatischer Zellen, sind aus ethischen Gründen in Deutschland noch verboten; doch hier werden - bei entsprechender Gesetzeslage - in Zukunft auch Wege zu einem Verzicht auf fremde Keimzellen führen.

Von allen Paaren mit Kinderwunsch bleibt in Deutschland ca. jedes 7. bis 9. ungewollt kinderlos.

Was, wenn Sie die Behandlung nicht bei uns vor Ort durchführen lassen wollen, sondern im Kinderwunschzentrum bei Ihnen vor Ort und nur das Sperma aus der Cryobank benötigen? 

^^