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Ablauf der Donogenen Insemination

Die donogene Insemination DI, häufig auch artifizielle donogene Insemination AID genannt, ist allerdings gar keine wirklich „künstliche" Befruchtung, sondern lediglich eine unterstützende Maßnahme zur Erzielung einer Schwangerschaft und somit vielmehr eine assistierte Reproduktion.

Schließlich bleibt der eigentliche Befruchtungsvorgang bei der DI, nämlich das Eindringen einer männlichen Samenzelle in die weibliche Eizelle, völlig naturbelassen und von außen unbeeinflusst – weshalb die Bezeichnung „artifiziell“ für dieses Verfahren nicht wirklich passend ist.

Lediglich bei der Intracellulären Spermainjektion (ICSI) handelt es sich um das Einbringen einer Samenzelle in die Eizelle durch Eingreifen des Arztes.

Die Besonderheit der DI liegt demnach darin, dass bei nicht ausreichender Menge und Beweglichkeit der Samenzellen des Ehemannes für eine natürliche Befruchtung das Sperma eines Organspenders zum Einsatz gelangt.

Anders, als bei der homologen Insemination HI, bei der, wie oben beschrieben, ja in aller Regel meist frisches, aufbereitetes eigenes Sperma zum Einsatz kommt, wird hier tiefgefrorenes, sog. cryokonserviertes Sperma eines ausgesuchten Samenspenders (vergleiche Spenderauswahl) verwendet, das mit einem Kryoprotektivum (KP) versetzt ist. Dieses Gemisch aus KP und Samenzellen, das bei –196 Grad Celsius in Stickstoffbehältern lagert, wird aufgetaut und in eine Inseminationskappe gefüllt, die daraufhin in eine optimale Position am Muttermund gebracht wird.

Ein Teil der Kappe, der sogenannte „Stift“, liegt im Gebärmutterhals vor dem inneren Muttermund; der andere Teil mit dem sogenannten „Teller“ liegt vor dem äußeren Muttermund.

Damit wird der Schleim nicht in seiner spermienansaugenden Wirkung beeinträchtigt, sondern „zieht“ die Samenzellen aus dem Medium in die Gebärmutterhöhle - unter Nutzung des düsenartigen Beschleunigungseffektes des inneren Muttermundes.

Das Anlegen der Inseminationskappe ist nahezu schmerzfrei und die Frau liegt, wie bei einer normalen gynäkologischen Behandlung, in Rückenlage auf dem Untersuchungsstuhl.

Auf Wunsch der Patientin kann das Spendersperma aber natürlich auch - wie bei der homologen Insemination mit frischen Sperma - direkt in die Gebärmutter gespritzt werden. Die Kryoprotektiva der neuesten Generation, die wir seit mehreren Jahren im Einsatz haben, müssen hierfür vorab nicht ausgewaschen werden.

Wie hoch sind die Chancen auf eine Schwangerschaft?

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