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Familienglück durch Donogene Insemination

Dabei ist das durch DI gezeugte Kind das gemeinsame Kind der Eltern – jedes in einer Ehe geborene Kind ist ehelich - wobei der Vater zwar nicht genetischer Vater, aber sozialer Vater ist. Seine fürsorgliche Bindung zum Kind jedoch wird nach aller Erfahrung dadurch nicht beeinträchtigt, sondern ist durch die mit seiner Frau bis da hin durchlebte Zeit der Hoffnungen, Versuche und letztlich doch wieder Enttäuschungen auf dem Weg zur Erfüllung des Kin derwunsches eher gefestigter, als das bei vielen Vätern von sog. "eigenen" Kindern der Fall ist. Schließlich stehen bei diesen Paaren Familie und Kinder ganz besonders im Lebensmittelpunkt.

Vor der Behandlung muss der Arzt das Ehepaar zu den medizinischen, familienrechtlichen, ethischen und psychosozialen Problemen, auch zu den versicherungsrechtlichen Fragen wie den Behandlungskosten beraten. Wenn Sie die vorliegende Beratungsbroschüre gelesen haben, werden Sie ihre Fragen ganz gezielt stellen können. Dazu muss sich der behandelnde Arzt die Zeit nehmen oder Ihnen einen geeigneten anderen Beratungstermin nennen. Eine so grundsätzliche Entscheidung, das Ihr Glück, das Glück Ihres Partners und des Kindes betrifft, muss man in aller Ruhe besprechen, bevor man gemeinsam entscheidet.

Eben das ist uns ein besonderes Anliegen und so folgt nach einem jeden Beratungsgespräch noch ein Gespräch mit unserer Diplom-Psychologin, die selbst noch einmal eine ganze Reihe möglicher Fragen und auch etwaiger Ängste mit Ihnen bespricht, Ihnen reichlich Möglichkeit zum Fragenstellen bietet und aus einem reichen Erfahrungsschatz vieler bisheriger Patientenerfahrungen berichten kann.

Die Situation der Frau ist eindeutiger. Sie hat die Schwangerschaft und Geburt ihres Kindes erlebt, sie hat ihr Kind gestillt und betreut es. Es ist doch ganz eindeutig ihr Kind.

Der Ehemann ist der soziale Vater des Kindes, aber leider nicht der biologische Erzeuger.
Kann er mit dem Problem leben, dass sein Kind biologisch von einem anderen Mann stammt? Er gilt für seine Umwelt erst einmal als der Vater und Erzeuger dieses Kindes, und die neugierigen Fragen der Anderen, warum er noch keine Nachkommen hat, haben sich erledigt! Welche andere Entscheidungsmöglichkeit hätte er denn gehabt? Sollte seine Ehe kinderlos bleiben? Sollte er jeden Monat erleben, dass seine Frau bei jeder Menstruation verstimmt ist und weint? Sollte er beim Anblick jedes fremden Kindes immer wieder erleben, dass seine Frau traurig wird ? Sollte er für die Personen seiner sozialen Umwelt als zeugungsunfähig gelten, zur Zielscheibe des Spottes werden, und sich vielleicht noch unterstellen lassen, er sei auch impotent?

Nach reiflicher Prüfung hat er sich für die donogene Insemination entschieden und deshalb ist und bleibt er der soziale Vater dieses Kindes.

Manchmal wird behauptet, die Stabilität der Ehen werde durch donogene Inseminationen gefährdet; die Scheidungsrate sei höher. Das trifft erfreulicherweise nicht zu. Wenn beide Partner eine Konfliktsituation aktiv bewältigt und sich für diese Behandlung entschieden haben, dann schweißt sie dieses gemeinsame Schicksal zusammen. Wenn sie die Konfliktsituation nicht positiv bewältigt hätten, wären sie kinderlos geblieben oder hätten sich sogar getrennt. Also wäre das Gegenteil wahrscheinlicher gewesen. Das Kind trägt doch zum Glück der Familie bei und stabilisiert die soziale Bindung der Partner. Das haben Nachbefragungen vieler Ehepaare ergeben. Die spekulierten Dysharmonien in Familien mit einem Kind nach donogener Insemination haben sich nicht bestätigt.

Meist halten die Ehen von Paaren mit einem Kind nach donogener Insemination sogar besser, haben sie eben oben beschriebene Krise der ungewollten Kinderlosigkeit gemeistert und dadurch gestärkt verlassen.

Und zudem sind die Kinder in diesen Partnerschaften so sehr gewünscht und freudig erwartet, hat man doch viel Stress, Aufwand und auch Kummer in Kauf genommen, um diesem gemeinsamen Kind ein Leben zu ermöglichen.

Wie steht es somit um das Wohl des Kindes? Das Kindeswohl hängt maßgeblich vom Glück der Familie ab. Das sehnsüchtig erwartete Kind erfährt durch Mutter und Vater die Zuneigung, Nestwärme und Geborgenheit, wie ein eigenes Kind, - es wird manchmal sogar überversorgt.

Untersuchungen von Dr.Bleichrodt, Prof. Dr. Günther, Prof. Dr. Katzorke, Dr. Kupka, Prof. Dr. Schreiber, Priv. Doz. Dr. Weller und anderen Mitgliedern des Arbeitskreises für donogene Insemination ergaben nur gute Erfahrungen, die zur Weiterführung der Behandlung ermutigten.

Kinder nach donogener Insemination zeigten in psychometrischen Tests keine signifikanten Anzeichen gegenüber anderen Kindern, hängt die Entwicklung eines Kindes doch im Wesentlichen von einer guten Erziehung und einem liebevolen und herzlichen Umgang der Eltern ab.

Doch eine wichtige Frage bleibt: Sagen wir es unserem Kind? Und wenn ja, wie?
Man rechnet in Deutschland mit ca. 50 000 Kindern, die in den letzten 40 Jahren durch AID gezeugt wurden; allerdings sind die Zahlen seit Etablierung der ICSI deutlich zurückgegangen.

Bei Fragen können Sie sich auch persönlich an Diplompsychologin Frau Constanze Bleichrodt wenden (info@psychologische-praxis-bleichrodt.de).

Als wichtigste Bedenken gegen die Durchführung einer donogenen Insemination werden immer wieder die Sorgen um das Wohl des Kindes und um das Glück der Familie vorgebracht. Sind diese Bedenken berechtigt? Ganz im Gegenteil.

Was, wenn Sie sich ein zweites Kind vom selben Spender wünschen und dafür Proben reservieren wollen?

^^