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Entscheidung für eine Behandlung mit Spendersamen

Manche Paare begründen ihre Entscheidung zu Gunsten der donogenen Insemination mit folgenden Überlegungen:

Die Mutter hat bzw. kann ganz „normal“ das große Wunder der Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit erleben.

Ihr Partner kann dieses Glück von Schwangerschaftsbeginn an miterleben und seine Frau bei der Geburt unterstützen.

Das Kind ist – anders bei einer Adoption, bei der all dies Erleben nicht möglich ist – außerdem schließlich zur Hälfte ein leibliches Kind des Paares.

Und für die Familie, den Freundeskreis und die soziale Umwelt ist es ein völlig natürliches Ereignis, dass die Frau nach ärztlicher Behandlung schwanger geworden ist, jeden Monat an Körperumfang zunahm, entbunden hat und das lang ersehnte Baby nun endlich in Händen hält.
So gilt dieses Kind von Anfang an als ein eigenes, gemeinsames Kind und wird vor allem auch als solches erlebt.

Außerdem: während bei einem Adoptivkind immer noch das Risiko besteht, dass es sich die biologische Mutter doch noch einmal anders überlegt, droht diese Gefahr vom Samenspender nicht.

Wobei die Adoption dennoch immer dann die einzige Möglichkeit bleibt (vom gänzlichen Verzicht auf ein Kind mal abgesehen), wenn die Frau aus gesundheitlichen, körperlichen Gründen nicht schwanger werden kann, eine Schwangerschaft gar nicht oder nur unter großer Gefahr für das eigene Leben austragen kann, oder an einer erheblichen genetischen Belastung leidet, so dass nur Fehlgeburten eintreten oder schwer kranke bzw. lebensunfähige Kinder geboren werden.

Für lesbische Paare und alleinstehende Frauen kann eine Donogene Insemination eine gute Möglichkeit sein, sich den Wunsch nach einem eigenen Kind uns einer Familie zu erfüllen - auch ohne Mann.

Nichts desto Trotz bringt eine donogene Insemination auch einige Schwierigkeiten mit sich.

So sind zum Beispiel die Informationen, welche Paare über den Spender erhalten, eher begrenzt. Dieses kann bei manchen Paaren zu Unsicherheiten sowie einem Gefühl von Fremdheit und Kontrollverlust führen, welches sich jedoch aus Erfahrung spätestens zur Geburt legt. Wenn die Eltern ihr Wunschkind in Händen halten, dann sind da alle Gefühle der Elternliebe und -Fürsorge in voller Intensität da.

In den meisten Fällen wird die Anonymität des Spenders den Wunscheltern gegenüber (nicht jedoch dem Kind gegenüber) von vielen häufig sogar eher als positiv empfunden, denn auch wenn ein anonymer Spender zunächst häufig zu wilden Spekulationen anregt, so ist es schließlich doch meist besser „kein konkretes Bild“ dieses Samenspenders im Kopf hat.

Zudem stellt sich für viele Paare auch die Frage, ob bzw. wann man dem Kind denn sagen sollte, dass es mittels einer Samenspende gezeugt wurde.

Und die große Frage danach, wie man sich der Familie und Freunden gegenüber denn „richtig“ verhalten soll: wen soll man einweihen und wen nicht, und wie soll man eigentlich generell mit dieser ungewöhnlichen Art der Familiengründung umgehen.

Haben Sie aber bitte keine Sorge: denn auch wenn Sie sich im Zuge einer Kinderwunschbehandlung mit der Frage des Für- und Wider einer Donogenen Insemination beschäftigen und im Zuge dessen ganz selbstverständlich eine ganze Reihe von Fragen, Sorgen und auch Ängsten auftauchen, so sagt die Erfahrung, dass die wenigsten davon letztlich Realität werden.

Zumal im Zuge der Entscheidung für eine Donogene Insemination ja auch ein ausführliches Beratungsgespräch mit der Psychologin C. Bleichrodt stattfindet, in dem auf genau diese Fragen und Ängste eingegangen wird.

(Näheres zum Beratungsgespräch im weiteren Verlauf der Website.)

Was umfaßt der Behandlungsvertrag, den es vor Beginn der Behandlung mit Spendersperma zu unterschreiben gilt?

^^