Entscheidung für eine Behandlung mit Spendersamen

Manche Ehepaare begründen ihre Entscheidung zu Gunsten der donogenen Insemination mit folgenden Überlegungen: Das Erleben einer Schwangerschaft - ein ganz besonderes Gefühl für eine Frau.

Die Mutter hat bzw. kann ganz „normal“ das große Wunder der Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit erleben. 
 
Der Ehemann kann dieses Glück von Schwangerschaftsbeginn an miterleben und seine Frau bei der Geburt unterstützen. 
 
Das Kind ist – anders bei einer Adoption, bei der all dies Erleben nicht möglich ist – außerdem schließlich zur Hälfte ein leibliches Kind des Ehepaares. 
 
Und für die Familie, den Freundeskreis und die soziale Umwelt ist es ein völlig natürliches Ereignis, dass die Ehefrau nach ärztlicher Behandlung schwanger geworden ist, jeden Monat an Körperumfang zunahm, entbunden hat und das lang ersehnte Baby nun endlich in Händen hält. 
So gilt dieses Kind von Anfang an als ein eigenes, gemeinsames Kind und wird als auch solches erlebt. Es gibt keine Probezeit. 
 
Außerdem: während bei einem Adoptivkind immer noch das Risiko besteht, dass es sich die biologische Mutter doch noch einmal anders überlegt, droht diese Gefahr vom Samenspender ja nun nicht.
Vaterglück: endlich das eigene Baby im Arm!
Wobei die Adoption dennoch immer dann die einzige Möglichkeit bleibt (vom gänzlichen Verzicht auf ein Kind mal abgesehen), wenn die Ehefrau schließlich wegen einer schweren Störung nicht schwanger werden kann, eine Schwangerschaft gar nicht oder nur unter großer Gefahr für das eigene Leben austragen kann, oder an einer erheblichen genetischen Belastung leidet, so dass nur Fehlgeburten eintreten oder schwerkranke bzw. lebensunfähige Kinder geboren werden.

Schließlich ist es in der Bundesrepublik Deutschland leider bisher - das heißt vor Inkrafttreten des Fortpflanzungsmedizingesetzes - rechtlich unter Androhung schwerer Geld- und Gefängnisstrafen nicht zulässig, eine Eizellspende gleich einer Samenzellspende durchzuführen.

Nichts desto trotz bringt die Entscheidung für eine donogene Insemination jedoch auch einige Schwierigkeiten mit sich.

So sind zum Beispiel die Informationen, welche Paare über den Spender erhalten, je nach Samenbank sehr begrenzt. Dieses kann zu Unsicherheit (Fremdgefühl) bei manchen Paaren führen, welches sich aber i. d. R. spätestens zur Geburt legt. 

Obwohl diese Anonymität von vielen häufig sogar eher als positiv empfunden wird, denn auch wenn ein anonymer Spender zunächst häufig zu wilden Spekulationen anregt, so ist es schließlich doch meist viel besser, dass man „kein konkretes Bild“ dieses Organspenders im Kopf hat, welches sich zwischen Eltern und Kind drängen könnte. 
Unter anderem wird genau aus diesen Gründen auch von einem dem Paar bekannten Spender dringend abgeraten.
Babyglück Dank Donogener Insemination

Zudem stellt sich für viele Paare auch die Frage, ob bzw. wann man dem Kind denn dann am Besten sagen sollte, dass es mittels einer Organspende gezeugt wurde.

Und die große Frage danach, wie man sich der Familie und Freunden gegenüber denn „richtig“ verhalten soll: wen soll man einweihen und wen nicht, und wie soll man eigentlich generell mit dieser doch recht ungewöhnlichen Situation umgehen.

Haben Sie aber bitte keine Sorge: Denn auch wenn sich dem Kinderwunschpaar, das sich mit der Frage des Für- und Wider einer Donogenen Insemination beschäftigt, und im Zuge dessen ganz selbstverständlich eine ganze Reihe von Fragen, Sorgen und auch Ängsten auftauchen, so sagt die Erfahrung, dass sich die wenigsten davon letztlich erfüllen.

Zumal im Zuge der Entscheidung für eine Donogene Insemination ja ein Beratungsgespräch mit der Psychologin stattfindet, in dem auf genau diese Fragen und Ängste eingegangen wird.
(Näheres zum Beratungsgespräch im weiteren Verlauf der Webseite.)
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