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(Wie) sagen wir es unserem Kind?

Dies empfinden zumindest so manche Elternpaare von durch donogene Insemination gezeugten Kindern als Bedrohung; schließlich könnte das Kind sich ja von ihnen abwenden, wenn sie es ihm sagen, und sich dem Spender zuwenden.

Die Erfahrungen, die weltweit mit Kindern nach donogener Insemination gesammelt wurden, rechtfertigen die Aufklärung des Kindes, das lediglich seine Herkunft wissen und den biologischen Erzeuger kennen will.
Schließlich stehen die sozialen Eltern dem Kind doch viel näher als ein fremder Mann, den die sozialen Eltern nie kennen gelernt haben.

Ob und wann die Eltern ihr Kind aufklären, bleibt ihnen aber als Erziehungsberechtigte allein überlassen.

Der behandelnde Arzt ist verpflichtet, die Behandlungsunterlagen langfristig aufzubewahren, um auf ausdrückliches Verlangen den Namen des Spenders nennen zu können.

Der Spender wurde über eine solche Möglichkeit informiert. Und selbst wenn sich Spender und Spenderkind eines Tages tatsächlich persönlich kennen lernen sollten, so können weder von der einen, noch von der anderen Seite irgendwelche Ansprüche geltend gemacht werden.

Sozialer Vater ist und bleibt der Ehemann, der mit seiner Frau bereits vor Behandlungsbeginn in einer schriftlichen Vereinbarung die donogene Insemination beantragt hat. Sonst wäre das Kind gar nicht gezeugt worden. Er bleibt sozialer Vater und für den Unterhalt seines Kindes verantwortlich, auch wenn er sich eines Tages von seiner Frau trennen sollte.

Jeder Mensch hat das Recht auf Kenntnis seiner genetischen Herkunft; so haben es der Artikel l des Grundgesetzes über die Würde des Menschen und die UNO-Konvention über die Rechte des Kindes festgelegt.

AUFKLÄRUNG VON SPENDERSAMENKINDERN

"Sollen wir es unserem Kind sagen?" Diese Frage stellen sich wohl die allermeisten Eltern von Spendersamenkindern. Und sie allein sind es auch, die darüber entscheiden müssen, welchen Weg sie gehen und welche Entscheidung für sie die stimmige und passende ist.

Die große Mehrheit unserer Gruppe ist dabei für die Aufklärung der Kinder. Aus diesem Grund finden alle Gruppentreffen auch mit Kindern statt. Dadurch sollen zum einen die Kinder sehen, dass es viele andere Spendersamenkinder gibt. Zum anderen hilft es auch Paaren in der Entscheidungsphase zu sehen, dass bei der Insemination ganz normale Kinder entstehen.

Aus unserer Sicht sollte die Aufklärung dabei möglichst früh geschehen, damit beim Kind nicht später das Gefühl aufkommt, dass ihm die Eltern etwas verheimlicht haben oder es gar durch einen Zufall von jemandem im sozialen Umfeld davon erfährt.

Paare mit Kindern nutzen die Treffen auch, um sich über verschiedene Wege der Aufklärung auszutauschen.

Was aber, wenn trotz mehrfacher Behandlungsversuche die Schwangerschaft ausblieb?

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